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Bruck an der Mur - Leibnitz

Montag
11. August 2008
Strecke 108.56 km
Aufstieg 140 m
Karte_Bruck_adM-Leibnitz
Karten und Fotos können durch Anklicken vergrößert werden.

Murradweg
Der Murradweg verläuft am Hang durch das enge Murtal südlich von Bruck.
Kurz nach 8:00 Uhr starteten wir auf dem Murradweg und fuhren zurück nach Bruck an der Mur. In der Stadt war der Radweg recht gut ausgeschildert und wir kamen auf eine kleine Straße auf der linken Murseite. Der starke Kraftfahrzeugverkehr war auf der anderen Flussseite - wir konnten ihn deutlich hören. Auf unserer, zum Teil einspurigen Straße war es hingegen sehr ruhig. Auf der Ostseite des Tals fuhren wir jedoch meist im Schatten. Dies hatte zu dieser Tageszeit den Nachteil, dass es noch recht frisch war.

Auf weiten Strecken verlief der Radweg neben einer Bahnlinie. Trotzdem war es leicht wellig und wir mussten teilweise auch bergauf fahren. In Pernegg an der Mur wurden wir am Bahnhof etwas merkwürdig auf die andere Seite der Schienen Frohnleiten
Blick auf die Altstadt von Frohnleiten
geleitet. Aber es gab wohl keine Alternative. Geschäfte haben wir in diesem Ort nicht gesehen. Hinter Mixnitz wurde der Radweg schmaler und im Wald hatten an manchen Stellen Wurzeln schon den Asphalt hochgedrückt.

Gleich hinter einem Schild "Herzlich willkommen in Frohnleiten" kam wieder eine kurze kräftige Steigung. Bis zur Stadt ging es aber noch ein Stück durch den Wald und wir mussten eine Baustelle durchqueren, in der wir die Beschilderung für den Fahrradweg verloren. In der Nähe des Stadtzentrums fanden wir aber wieder Schilder zum Murradweg. Mit Blick auf die Altstadt auf der anderen Murseite machten wir in einem gut gepflegten Park Pause. Danach mussten wir uns entscheiden, ob wir auf der rechten Bruecke
Autobahnbrücke kurz vor Graz
Flussseite über Judendorf in 32 km oder auf der linken Seite über Gratwein in 29 km nach Graz gelangen wollten. Wir entschieden uns für die zweite Möglichkeit.

Meist gab es einen Fahrradweg neben der Straße. Hinter Badl hörte dieser jedoch für ein Stück auf. Hier kamen wir an einem Industriedenkmal vorbei, der 160 Jahre alten Badlwandgalerie, einer Galerie für die inzwischen stillgelegte Eisenbahnlinie neben der Straße. Der heutige Schienenverkehr fährt in diesem Talabschnitt auf der anderen Flussseite.

Hinter Peggau, gegenüber von Deutschfeistritz, fuhren wir wieder auf einem Fahrradweg neben der Straße. Je näher wir Graz kamen, umso dichter wurde der Verkehr. Die Strecke war aber recht unspektakulär.

Graz, die Landeshauptstadt der Steiermark, ist mit etwa 250000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Österreich. Murinsel
Murinsel
Bekannt ist Graz durch seine Universitäten und seinen Autocluster. Da die Stadt auf drei Seiten von Bergen umgeben ist, leidet sie im Winter unter hohen Feinstaubwerten. Im Süden von Graz liegt das flache Grazer Feld.

Durch den Ortsteil Andritz kamen wir nach Graz. Wir folgten der Ausschilderung "Zentrum, Hauptplatz" und fuhren auf einem gut ausgebauten Fahrradweg neben der Mur, auf dem auch viele Radfahrer unterwegs waren, in Richtung Stadtmitte. Als erstes sahen wir die Murinsel, ein recht neues Wahrzeichen von Graz, das von dem New Yorker K´┐Żnstler Vito Acconci 2003 im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres 2003 gebaut wurde. Dabei handelt es sich um eine schwimmende Plattform, die von beiden Seiten der Mur erreicht werden kann. Kurz danach befanden wir uns auch schon auf dem Schloßplatz mit Blick auf den Uhrturm. Durch kleine Gassen kamen wir zum Hauptplatz mit dem Rathaus und dem Erzherzog-Johann-Brunnen. Außerdem waren hier Marktbuden aufgebaut.

Bruecke
Die Grazer Innenstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe
Schon seit 1999 ist die Grazer Altstadt UNESCO-Weltkulturerbe. Die Besichtigung des Schloßberges haben wir uns mit unseren Fahrrädern gespart. Die Bürgerhäuser in Graz sehen ganz anders aus als die barocken Innenstädte, die typisch für den Nordosten von Österreich sind. Fährt man von der Altstadt auf die rechte Murseite, sieht man das ebenfalls 2003 errichtete futuristische Grazer Kunsthaus.

Um aus Graz herauszufahren fuhren wir zuerst auf der linken Murseite und sahen dort auch gelegentlich Wegweiser für den Murradweg R2 (Route Fernitz). Als wir aber in eine große Baustelle kamen, riet uns ein anderer Radfahrer, an einer Brücke die Flussseite zu wechseln.

Auf der rechten Murseite kamen wir wieder auf einen asphaltierten Fahrradweg. Dieser Weg führte etwas abseits des Flusses am Rande des Auwaldes entlang. Mur
Mur unterhalb von Graz
Neben dem Weg gab es auch einen Waldlehrpfad und eine Wasserstelle. In einem Ort fuhren wir dann noch durch eine Feuerwehrschule. Irgendwann kamen wir aber am Ende der Löschübungsplätze an einen Zaun, konnten nicht mehr weiter und mussten umkehren. Wir hätten uns denken können, dass wir nicht mehr auf dem Murradweg waren, als wir uns an einer Schranke vorbei auf das Gelände geschlängelt hatten.

Dann bekamen wir an einem Fahrrad Probleme mit der Kette und sie drohte zu reißen. In der ersten Werkstatt in Wildon war aber kein Mechaniker mehr da. An einer Tankstelle trafen wir dann einen Fahrradmechaniker im Ruhestand, der uns zu der Werkstatt seines ehemaligen Lehrlings in Leibnitz schickte. Nach einem Telefonanruf wussten wir, dass diese Werkstatt noch offen haben würde, bis wir die etwa 10 km gefahren waren. Mit vorsichtigem Treten ging es weiter, und in der Werkstatt konnte die Kette schnell mit einem speziellen Kettenschloss repariert werden.

Mais
Mitten durch Maisfelder
Die Weinstadt Leibnitz besteht wie so viele österreichische Kleinstädte aus großen Einkaufszentren am Stadtrand und einem historischen Hauptplatz mit Rathaus und Pestsäule, der von kleineren Einkaufsläden und Cafés umgeben ist.

Schließlich fuhren wir auf den Campingplatz am städtischen Freibad. Die Übernachtung war mit 14 € günstig, vor allem weil wir bis 20:00 Uhr auch noch das Freibad nutzen konnten. Der Campingplatz war auch entsprechend gut besucht und es herrschte Urlaubsstimmung.


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